Hilfe bei Spielsucht
Aktualisiert am
Tower Rush ist ein Glücksspiel mit eingebautem Vorteil für das Casino. Für ein paar Minuten kann es unterhaltsam sein, aber es ist nie ein Weg, Geld zu verdienen, Schulden zu begleichen oder Sorgen zu vergessen. Hier findest du einfache Gewohnheiten, die helfen, und Anlaufstellen in der Schweiz.
Erst ab 18
Um Geld spielen darf in der Schweiz nur, wer volljährig ist. Bewilligte Casinos prüfen Alter und Identität. Wenn Kinder dein Handy oder deinen Computer benutzen, schütze deine Konten mit einem Passwort und melde dich nach dem Spielen ab.
Bevor du spielst
- Lege einen Betrag fest, den du verlieren kannst, und betrachte ihn als ausgegeben.
- Setze ein Einzahlungslimit im Konto und ein Zeitlimit für die Sitzung.
- Bestimme vorher, nach wie vielen Etagen du kassierst.
- Spiel nicht, wenn du müde, gereizt, traurig bist oder Alkohol getrunken hast.
- Spiel nie mit geliehenem Geld oder mit Geld für Miete, Rechnungen und Essen.
Schnelle Spiele brauchen Pausen
Eine Runde Tower Rush dauert Sekunden, also vergehen dutzende Runden, ohne dass man es merkt. Stell dir einen Wecker, mach mindestens einmal pro Stunde eine Pause und vergleiche den Kontostand mit deinem Limit, nicht mit dem grössten Gewinn, an den du dich erinnerst.
Geld und Zeit aufschreiben
Notier dir, was du einzahlst und was du dir auszahlen lässt, nicht nur die Gewinne. Viele erinnern sich an die grossen Cash-outs und vergessen die kleinen Einzahlungen dazwischen. Eine einfache Notiz im Handy mit Datum, Betrag rein und Betrag raus zeigt dir nach einem Monat ehrlich, wie viel das Spiel kostet.
Auch die Demo zählt
Spielgeld kostet nichts, aber Gewohnheiten entstehen genauso. Merkst du, dass du stundenlang in der Demo bleibst oder ein verlorenes Spielguthaben unbedingt zurückholen willst, nimm das als Warnsignal, bevor du um echtes Geld spielst.
Warnzeichen
- Die Runden dauern länger und kosten mehr, als du dir vorgenommen hattest.
- Du erhöhst die Einsätze, um Verluste zurückzuholen.
- Vor anderen spielst du deine Einsätze herunter oder verschweigst sie ganz.
- Ohne Spiel fühlst du dich nervös oder schlecht gelaunt.
- Das Spielen belastet Schlaf, Arbeit, Ausbildung oder Beziehungen.
Erkennst du dich in einem dieser Punkte wieder, ist das ein guter Moment, innezuhalten und mit jemandem zu reden.
Limits richtig einsetzen
Ein Einzahlungslimit wirkt nur, wenn du es setzt, bevor du spielst, und nicht erst nach einem schlechten Abend. Viele Anbieter erlauben es, ein Limit sofort zu senken, während eine Erhöhung erst nach einer Wartefrist gilt. Diese Verzögerung ist ein Schutz und keine Schikane.
Spielsperre
In der Schweiz kannst du eine Spielsperre beantragen. Sie gilt nicht nur bei einem Anbieter, sondern in allen Spielbanken und bei den bewilligten Online-Spielen. Daneben bieten die Casinos Pausen und Limits an, und Sperrsoftware für deine Geräte schafft zusätzliche Distanz.
Kostenlose Hilfe
- SOS Spielsucht: die Helpline 0800 040 080 ist gratis, anonym und rund um die Uhr erreichbar. Auf sos-spielsucht.ch gibt es zudem eine Online-Beratung und Adressen in den Kantonen.
- Kantonale Suchtberatungsstellen: Fachstellen in jedem Kanton beraten Betroffene und Angehörige persönlich.
- Sucht Schweiz: Informationen und Selbsttests rund um Glücksspiel und Sucht.
Auch Angehörige und Freunde können sich an diese Stellen wenden, wenn sie sich Sorgen machen.
Sorge um eine nahestehende Person
Such einen ruhigen Moment, sprich über das, was dir aufgefallen ist, ohne Vorwürfe, und leih kein Geld, um Verluste zu decken. Die Beratungsstellen helfen dir, das Gespräch vorzubereiten.
Selbsttest
Wer unsicher ist, ob das eigene Spielverhalten noch im Rahmen liegt, findet bei SOS Spielsucht und Sucht Schweiz kurze, anonyme Selbsttests. Sie ersetzen keine Beratung, helfen aber, die eigene Situation ehrlicher einzuschätzen.
Unsere Haltung
Wir versprechen keine Gewinne, verkaufen keine Systeme und behaupten nie, ein Spiel sei zu schlagen. Wenn etwas auf dieser Seite einen falschen Eindruck erweckt, sag es uns, wir prüfen es.